Typography Nerd

Schöner unter­streichen

Wie das Unterstreichen richtig gemacht wird — Man unterstreicht nicht eben mal so. Elektronische Unterstreichung am Computer verlangt nach viel Feingefühl.

Das Unterstreichen ist eine Auszeichnungsart um wichtige oder zu betonende Textstellen hervorzuheben. Neben fett oder kursiv gehört diese Form im Büro-Alltag zu einer der meist verwendeten Auszeichnungsformen. Grafiker und Designbewusste greifen jedoch nur ungern zu dieser Linierung. Das hat auch seinen Grund: Nutzt man nämlich die vorgegebene Funktion des Programms aus Word, InDesign, Quark etc. so sitzt die Unterstreichung unangenehm nah am Wort. Zudem achtet die Unterstreichung auch nicht auf die Harmonie zur Schriftart und Schriftstärke. Verwendet man zudem auch noch die Kleinschreibung, so werden Buchstaben mit Unterlängen, wie j, g, p, q und y, durchgestrichen.

Drei Ansätze für schöneres unterstreichen

Strichstärke

Linienstärke der Unterstreichung sollte harmonisch zur Schriftart und Schriftschnitt sein.

Abstand

Der Abstand zwischen Unterstreichung und Schriftlinie sollte genügend Abstand haben.

Kombination mit Unterlängen

Buchstaben mit Unterlängen sollten möglichst nicht „durchgestrichen“ werden. Hat die Unterstreichung jedoch genügend „Luft“ zur Schriftlinie, lässt sich dieser Fall vermeiden.

Die Lösungen in der Anwendung

Entweder zieht man sich in Layouts eine manuelle Linie (was aufgrund des Aufwandes nur bei Headlines sinnvoll ist) oder man ändert im Layout- oder Designprogramm – falls Funktion vorhanden – die Einstellungen nach seinen Wünschen. Das ist zum Beispiel beim Marktführer InDesign möglich. Hier lassen sich Stärke, Farbe, Art und Versatz der Linie einstellen und der Schrift zuweisen.